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Wissenswertes Direktzusage Pensionsfonds Pensionskasse
Unterstützungskasse Direktversicherung Pensions-Sicherungs-Verein Finanzplanung
Sie ist die älteste Form der betrieblichen Altersversorgungskassen und gleichzeitig die traditionsreichste Form der betrieblichen Altersversorgung. Die Unterstützungskassen sind traditionell die Versorgungswerke von Großbetrieben und Konzernen. Und doch gibt es Gruppenunterstützungskassen, die für eine Anzahl kleinerer Unternehmen die Betriebliche Altersversorgung organisieren und verwalten.
Die meisten Unterstützungskassen sind eingetragene Vereine und von daher eigenständige, rechtsfähige Versorgungseinrichtungen, die Alters-, Invaliditäts- und Hinterbliebenenrenten zahlen.
Sie finanzieren sich durch die Einzahlungen der Arbeitgeber, durch Erträge des angelegten Kapitals sowie durch Entgeltumwandlung, sprich vom Bruttogehalt des Arbeitnehmers. Einigen sich Arbeitgeber und Arbeitnehmer, darf auch für die Beiträge einer Unterstützungskasse Vorsorgelohn verwendet werden. Der Arbeitgeber muß mindestens 28 Jahre alt sein, wenn die Beiträge nur vom Arbeitgeber aufgebracht werden. Bei der Entgeltumwandlung gilt diese Beschränkung nicht.
Eine Unterstützungskasse gewährt Arbeitnehmern keinen Rechtsanspruch auf Leistungen. Jedoch wurde dieser "Leistungsausschluß" vom Bundesarbeitsgericht erheblich eingeschränkt. Daher besteht kein wirklicher Unterschied zu einer rechtsverbindlichen unmittelbaren Pensionszusage. Die Arbeitnehmer sind bei Insolvenz des Arbeitgebers über den Pensions-Sicherungs-Verein geschützt. Der Arbeitgeber muß deshalb Beiträge an den PSV a.G. abführen.
Unterstützungskassen unterliegen auch nicht der Kontrolle durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht. Die Anlage des Vermögens steht ihnen frei. Sie dürfen es zum Beispiel beim jeweiligen Trägerunternehmen anlegen. Das liegt daran, daß das Deckungskapital über mehrere Jahre verteilt eingezahlt werden kann und nicht vollständig zu Beginn einer Leistung vorhanden sein muß. Diese Flexibilität läßt viele Unternehmen an ihren Unterstützungskassen festhalten. Ebenso die Tatsache, daß die Beiträge an die Rückdeckungsversicherung steuerlich als Betriebsausgaben abzugsfähig sind.
Eine besondere Form ist die "rückgedeckte Unterstützungskasse". Hierbei ist sie Versicherungsnehmerin und schließt bei einem Lebensversicherer Rückdeckungsversicherungen auf das Leben der begünstigten Arbeitnehmer ab. So werden die zugesagten Versorgungsleistungen finanziert. Für Arbeitgeber hat dies den Vorteil, daß die Beiträge an die Rückdeckungsversicherung als Betriebsausgaben abzugsfähig sind.
Die Renten, die aus einer Unterstützungskasse fließen, werden wie Einkünfte aus nichtselbständiger Arbeit versteuert. Es fallen Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung an.
  Vorteile für Arbeitgeber     Vorteile für Arbeitnehmer
  • Die Bilanzneutralität beim Trägerunternehmen
  • Die Senkung von Lohnnebenkosten durch Einsparung von Sozialversicherungsbeiträgen bei Entgeltumwandlung bis 4% der BBG bis 2008
  • Die Unterstützungskasse kann zur Absicherung der Versorgungsrisiken Rückdeckungsversicherungen abschließen
  • Die unbegrenzte "Steuerfreiheit" der Aufwendungen mangels Lohnzufluß
  • Die Sozialversicherungsfreiheit der Entgeltumwandlungsbeträge bis 4% der BBG bis 2008
  • Die nachgelagerte Besteuerung der Leistungen
  • Die besondere Eignung für die Altersvorsorge von Arbeitnehmern mit höherem Einkommen
  Nachteile für Arbeitgeber   Nachteile für Arbeitnehmer
  • Der Entgeltumwandlungsanspruch des Arbeitnehmers mit Riester-Förderung ist nicht umsetzbar
  • Dei Beitragszusage mit Mindesleistung ist nicht möglich
  • Die PSV-Beitragspflicht
  • Eine private Fortführung mit eigenen Beiträgen nach Ausscheiden ist nicht immer möglich
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