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Die Pensionskassen sind durch die jüngste Reform aufgewertet worden. Sie bieten ihren Mitgliedern jetzt flexiblere Möglichkeiten, die Betriebliche Altersversorgung steuerbegünstigter aufzubauen, als bisher.
Als selbständige Versorgungseinrichtung räumen die Pensionskassen ihren Mitgliedern einen Rechtsanspruch auf Leistungen ein. Als Versicherungsunternehmen unterliegen Pensionskassen der staatlichen Versicherungsaufsicht. Die Anlage der Beiträge unterliegt daher strengen Vorschriften.
Klassische Pensionskassen sind „geschlossene“ Kassen. Sie organisieren die Betriebliche Altersversorgung nur für ein Unternehmen oder einen Konzern. Daneben gibt es einige "überbetriebliche Pensionskassen", die als Versorgungsträger mehrerer Unternehmen oder einzelner Branchen agieren, die nicht miteinander verbunden sind. In jüngster Zeit sind sogenannte „offene“ Kassen gegründet worden, die bundesweit ihre Dienste anbieten.
"Geschlossene" Kassen sichern Invalidität und Tod ohne Beitragszuschlag ab. Ferner bieten sie Unisex-Tarife an: Frauen erhalten für gleiche Beiträge die gleichen Leistungen wie Männer. Und dies obwohl Frauen länger leben als Männer, sie daher länger Altersrente beziehen und ihre Renten nach versicherungsmathematischen Grundsätzen niedriger sein müßten.
Aus diesem Grund nutzen "offene" Pensionskassen als Basis für die Leistungen Versicherungstarife, nach denen bei gleicher Beitragshöhe die Altersrenten der Frauen niedriger ausfallen als die der Männer. Invalidität und Tod müssen dabei zusätzlich abgesichert werden.
Beiträge zur Pensionskasse sind bis zur Höhe von 4 % der Beitragsbemessungsgrenze zur gesetzlichen Rentenversicherung (West) steuerfrei. In 2005 sind dies 2.496 Euro. Bis zum Jahr 2008 müssen darüber hinaus keine Sozialversicherungsbeiträge gezahlt werden.
Für Beiträge aus dem Nettoaufkommen ist alternativ auch die "Riester-Förderung" möglich. In diesem Fall steigen die Beitragssätze schrittweise von 525 Euro in 2005 bis auf 2.100 Euro in 2008. Auch die Fördersätze steigen mit jedem Schritt. Dieser Weg ist nur sinnvoll für Arbeitnehmer mit niedrigem Einkommen und dem Anspruch auf Zulagen für mehrere Kinder.
Die Rente, die aus den Pensionskassen fließt, muß voll versteuert werden. Angerechnet wird nur der Altersentlastungsbetrag, der bei 40 Prozent der Einnahmen, aber höchstens 1.908 Euro liegt. Zudem werden Beiträge zur gesetzlichen Kranken- und Pflegepflichtversicherung fällig.
Zusätzlich zur Entgeltumwandlung bieten Pensionskassen noch einen Weg zum Aufbau der Altersversorgung. Es können wie bei den Direktversicherungen bis zu 1.800 Euro pro Jahr zusätzlich steuerfrei angespart werden. Dies gilt jedoch nur, wenn der 4-%-Rahmen ausgeschöpft ist. Die spätere Auszahlung erfolgt ebenfalls als steuerpflichtige Rente.
  Vorteile für Arbeitgeber     Vorteile für Arbeitnehmer
  • Der Rechtsanspruch des Arbeitnehmers auf Entgeltumwandlung mit Moglichkeit der Riester-Förderung ist erfüllbar
  • Die Beitragszusage mit Mindestleistung ist möglich
  • Die Bilanzneutralität
  • Kein Versorgungsrisiko, da sich die Ansprüche des Arbeitnehmers bzw. seiner Angehörigen unmittelbar gegen die Pensionskasse richten
  • Die Senkung von Lohnnebenkosten durch Einsparung von Sozialversicherungsbeiträgen bei Entgeltumwandlung bis 4% der BBG bis 2008
  • Es besteht keine PSV-Beitragspflicht
  • Die Steuerfreiheit der Beiträge nach § 3 Nr. 63 EStG bis 4% der BBG zzgl. 1.800 Euro
  • Die Riester-Förderung (§§ 10a, 79 ff. EStG) ist grundsätzlich möglich
  • Die Beitragsfreiheit in der Sozialversicherung bei Entgeltumwandlung bis 4% der BBg bis 2008
  • Die Absicherung der Angehörigen ist möglich
  • Die angelegten mittel sind sicher
  • Die Rentenleistungen sind lebenslang garantiert
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